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Tipps für PraktikantInnen

Unterkünfte für PraktikantInnen

 

Tipps für PraktikantInnen

Diese Liste kann von jedem Praktikanten/jeder Praktikantin nach Belieben ergänzt und aktualisiert werden. Die Idee ist, diese „Tipp-Sammlung“ vor Beginn des Praktikums in Costa Rica an die jeweiligen PraktikantInnen per E-mail zu schicken…

1. Reisevorbereitungen

  1. Flug (Stand 2011)

    Günstige Flüge findet man im Reisebüro oder direkt bei den Airlines / im Internet. Tendenziell ist die Buchung über Internet meist am günstigsten. Die Einreise nach Costa Rica kostet nichts, die Ausreise ca. 26$.
    Wer über die USA fliegt, muss seit 2010 ein Transit-Visum beantragen und bezahlen, spätestens 72 Stunden vor Einreise in die Staaten. Das Visum kostet 14$, der Antrag im Internet ist leicht auszufüllen (https://esta.cbp.dhs.gov/esta/). Bezahlen kann man nur mit Kreditkarte oder Debitcard. Wird dem Antrag stattgegeben (was in der Regel der Fall ist), muss man nichts weiter tun, die Einreiseerlaubnis ist an den Pass geknüpft, der an der Grenze gescannt wird. Es empfielt sich trotzdem, die Nummer des Visums aufzuschreiben und dabei zu haben.


  2. Aufenthaltsgenehmigung / Ausweis (Stand 2011)

    Deutsche, österreichische und schweizer Staatsbürger können in Costa Rica zu touristischen Zwecken bis zu 90 Tagen mit einem Reisepass visafrei einreisen. Für einen längeren Aufenthalt ist es offiziell notwendig, sich vor Ort um eine Aufenthaltserlaubnis zu bemühen. Diese Prozedur dauert ewig, ist ein riesiger bürokratischer Aufwand und kostet Geld. Wesentlich einfacher und ebenso legal ist es, für 72 Stunden nach Panama (gratis) oder Nicaragua (ca. 14$) auszureisen und bei der Wiedereinreise eine neue Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage zu erhalten. Bei den Stempeln unbedingt darauf achten, dass man Aus- und Einreisestempel vollständig mit Datum erhalten hat. Wer die 90 Tage nur knapp überschreitet, kann das Aufenthaltsgenehmigungsproblem einfach durch Bezahlen der niedrigen Strafgebühr lösen. All diese Regelungen sind allerdings nicht so ganz klar und im Umbruch, am besten informiert man sich selbst im Land, sollten tatsächlich Fragen aufkommen. 
    Für jede Einreise sollte man eine Kopie des Flugtickets bzw. des Itinerary/Rückflugplans dabeihaben. Bei Reisen innerhalb des Landes ist es ratsam, sich für eine Gebühr von 5€ in der deutschen Botschaft in Sabana Norte (Stadtteil) eine beglaubigte Kopie des Ausweises machen zu lassen. In Hostels muss man oft seine Ausweis-Nr. angeben und man fühlt sich auf jeden Fall sicherer „nur“ mit der Kopie als mit dem Original unterwegs zu sein.
    Wer vor oder nach dem Praktikum plant, Mittel- und Südamerika zu bereisen, sollte auf das Ablaufdatum seines Passes achten. Viele lateinamerikanische Länder verlangen für das Touristenvisum bzw. die Einreise einen Pass, der noch länger als 6 Monate gültig ist, auch wenn das etwas absurd erscheint.



  3. Impfungen und Versicherung

    Aktuelle Impfvorschriften und -empfehlungen sind auf der Seite des auswärtigen Amtes über Costa Rica (http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinfor mationen/CostaRica/Sicherheitshinweise.html) sowie auf http://www.traveldoctor.info zu finden. In Costa Rica besteht derzeit keine Impfpflicht (Stand 2011), außer für Reisende, die aus Ländern mit hohem Gelbfieberrisiko einreisen. Da eine Impfung aus diesem Grund an den Grenzen zu Panama und Nicaragua gelegentlich verlangt wird, ist eine Impfung trotz des geringen Infektionsrisikos empfehlenswert (Impfpass mitnehmen!). Hepatitis A, Diphtherie und Tetanus sollten aktualisiert sein. Typhus und Hepatitis B wird bei Langzeitaufenthalten empfohlen. Das Malariarisiko in San José ist praktisch nicht existent und auch landesweit so niedrig, dass Malariaprophylaxe unnötig erscheint. Wer trotzdem ein Notfallmedikament („Standby“) mitnehmen möchte, für Mittelamerika wird meist Lariam empfohlen. Bevor man jedoch auf Verdacht Medikamente nimmt, sollte man in jedem Fall einen Arzt besuchen. Einige Praktikanten ließen sich vorsichtshalber auch gegen Tollwut impfen, was aber eigentlich nur sinnvoll ist, wenn man in nahem Kontakt mit Tieren arbeitet. Weitere Infos auch auf www. fit-for-travel.de.
    Die ärztliche Versorgung in San José ist sehr gut. Unbedingt sollte eine Auslandskrankenversicherung über den gesamten Zeitraum abgeschlossen werden, gute Erfahrungen wurden bisher mit PAX (http://www.familienfuersorge.de) und STA TRAVEL gemacht, es gibt jedoch sicherlich noch andere günstige Anbieter. Unbedingt sollte die Versicherung den Krankenrücktransport umfassen und keinen Selbstbehalt benötigen. Beim DAAD gibt es das Angebot einer Gruppenversicherung, die Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung abdeckt und 23,50 Euro im Monat kostet. Der erste Versicherungstag ist frei wählbar und nicht an den Kalendermonat geknüpft (http://www.daad.de/ausland/service/daad-gruppenversicherungen/05124.de.html, Stand Juli 2011).



  4. Reiseapotheke, Sonnencreme, Kosmetika / Filme / Strom

    Jegliche Medikamente sind in Costa Rica auch in den entlegendsten Apotheken gut zu erhalten. Die Mitnahme einer Reiseapotheke erscheint daher nicht unbedingt notwendig. Empfehlenswert ist es, Antimückenspray mitzunehmen oder vorort zu kaufen, vor allem für Besuche in bestimmte Küstenregionen.
    Alle Notwendigkeiten (Sonnencreme, Binden, Tampons, Zahnpasta, sämtliche Kosmetikprodukte) für den Alltag sind in Costa Rica gut in jedem größeren Supermarkt zu erhalten und müssen daher nicht unbedingt aus Deutschland mitgenommen werden. Sie sind allerdings etwas teurer. Der regelmäßige Gebrauch von Deodorant ist unbedingt zu empfehlen, da Costaricaner sehr empfindlich sind, was Körpergerüche anbelangt.
    Die Stromstärke in Costa Rica liegt (wie überall in Amerika) bei 110V. Einen extra Minitransformator benötigen allerdings nur noch sehr alte Netzteile, in der Regel ist er eingebaut. Wer sich unsicher ist kann auf seinem Netzteil nachsehen, normalerweise ist dort ein Aufkleber mit dem Hinweis „100-240V“ zu finden. Adapterstecker für die Steckdosen sind vor Ort gut und billig erhältlich, ab und zu passen sogar europäische Stecker.


  5. Reisegepäck / Wetter / Kleidung

    Informationen über die erlaubten Gepäckstücke und ihr Gewicht finden sich auf der Homepage der Airlines. Meist darf man zwei Koffer à ca. 20 kg mitnehmen plus ein Handgepäcksstück à 10 kg.

    Das Wetter gliedert sich in zwei Phasen: Die Regenzeit („invierno“) von Mai bis Dezember sowie die Trockenzeit („verano“) von Januar bis April. Regenzeit bedeutet stundenweise starke Niederschläge, v.a. nachmittags, wodurch die Luft vor allem in höher gelegenen Regionen deutlich abkühlt. Trotzdem kann man auch in dieser Zeit noch problemlos schöne Tage am Strand verbringen. Welche Küste man auswählt ist allerdings ein Glücksspiel, in der Regel ist das Wetter auf einer Seite schön und auf der anderen Seite regnet es.
    In der Trockenzeit in San José ist es tagsüber warm, abends kann es unter Umständen merklich abkühlen. Während der Trockenzeit sind vor allem die Strände an der Pazifikküste sehr zu empfehlen, weil es in der Karibik deutlich mehr regnen kann.
    Leider haben auch in Costa Rica die Klimaveränderungen Einzug gehalten, sodass diese Beschreibungen nur noch teilweise zutreffen und Vorhersagen schwierig sind. Allgemein gilt jedoch für das ganze Land, dass mit der Höhe die Temperatur abnimmt, damit sollte man immer rechnen (und beispielsweise für einen Ausflug auf den Irazú eine Jacke mitnehmen, selbst wenn es in San José Zentrum unangenehm warm ist).

    Im Büro gibt es keinen Dresscode, erlaubt ist, was gefällt. Für abends sollte man mehrere Strickjacken oder Pullis mit dabei haben sowie in der Regenzeit eine Regenjacke oder einen Schirm. Für Praktikanten des Centro Goethe: In der Zweigstelle in San Pedro/Cedros ist es in der Regel kühler als in San José oder Pavas, wenn man sich nicht darauf einstellt kann man sich schnell erkälten.
    Wenn Costaricaner ausgehen, haben sie es gerne schick. Die Backpacker in den Küstenorten mögen es lieber lässig, mehr als ein Paar Shorts und ein Bikinioberteil braucht man dort nicht. Ansonsten gibt es auch jede Menge Klamotten vor Ort zu kaufen, die leider aber nicht viel günstiger sind als in Deutschland.
    Für die Wanderungen durch die Nationalparks oder in die Berge sind Turnschuhe mit gutem Profil Mindestvoraussetzung, besser sind knöchelhohe Bergstiefel – auch oder gerade wegen Schlangen, außerdem werden die Wege vor allem in der Regenzeit extrem matschig und dadurch rutschig.


  6. Reiseführer und Internationaler Studentenausweis

    Am empfehlenswertesten für eine Backpackerreise nach Costa Rica erscheint der Lonely Planet Central America on a Shoestring oder auch der Lonely Planet Costa Rica. Anzumerken bleibt hier, dass die Hostel-Telefonnummern nicht immer dem neuesten Stand entsprechen. Es ist also immer besser sich bei Reisen (wenn vorhanden) über die jeweiligen Homepages zu informieren. Unter Umständen ist die Online-Version des Lonely Planet aktueller als das Buch (http://www.lonelyplanet.com/costa-rica). Sehr ausführlich, aber für ein besser verdienendes Publikum zugeschnitten ist der Reise Know How Costa Rica. Empfohlen wurde in einer früheren Version auch der Footprint Costa Rica.
    Zum Teil erhält man Studentenermäßigungen im Kino, Museen, etc. mit dem internationalen Studentenausweis ISIC (www.isic.de). Auch bei Reisen kann es von Vorteil sein, den Studentenausweis bei sich zu haben. Speziell bei Transfers in der Gegend um den Vulkan Arenal oder auch den Hängebrücken in Monteverde konnte man sich einiges sparen. In der Regel unterscheiden die Nationalparks bei ihren Eintrittspreisen allerdings nur zwischen Tico und Ausländer.


  7. Unterkunft

    Das Goethe Center verfügt über eine Liste mit Unterkünften bei Gastfamilien oder in WG’s in San José. Künftige Praktikanten können sich (rechtzeitig) über deren Email-Adressen informieren oder anrufen, um Preise und Fragen mit den Familien/Besitzern abzuklären. Da sich das Büro des Goethe Centers (also der Arbeitsplatz des/der PraktikantIn) in Pavas befindet, ist es verkehrstechnisch empfehlenswert, in der Gegend zu wohnen (in den Stadtteilen Pavas, Rohrmoser, Sabana Norte, Sabana Sur oder Paseo Colón).

  8. Geld und Lebenshaltungskosten

    An den meisten ATM/Geldautomaten kann man mit der deutschen Maestro-EC-Karte gegen eine Gebühr (welche von der deutschen Bank festgelegt wird) problemlos Colones und US-Dollar von seinem Konto abheben, leider nie mehr als 200.000 Colones/400$ auf einmal. Die Banken Scotiabank und HSBC verlangen etwa einen Doller für die Benutzung ihrer Automaten, die Benutzung der Automaten der Banco Nacional ist kostenlos. Empfehlenswert kann die Sparcard der Postbank sein, mit dieser kann man bis zu 10 Mal pro Jahr gebührenlos im Ausland Geld abheben. In den meisten Supermärkten, Herbergen und Restaurants werden Kreditkarten akzeptiert (am häufigsten VISA). Mit einer Kreditkarte kann man auch Geld am Geldautomaten abheben, die Gebühren sind jedoch höher als mit einer EC-Karte. Am besten informiert man sich vor der Reise bei seiner Bank über die Konditionen im Ausland.
    Des Weiteren bieten sich Traveller Checks an, die jedoch nicht unbedingt notwenig sind, wenn man eine Maestro-EC-Karte hat. Meist ist es am sinnvollsten, einfach genügend Bargeld mitzunehmen, auf Reisen am besten in einer flachen Gürteltasche, die man unter der Hose trägt oder die Mädls im BH.
    Das Leben ist hier, gemessen am lateinamerikanischen Durchschnitt, relativ teuer. Frühere Praktikanten haben etwa 200$ im Monat für Lebensmittel und Weggehen ausgegeben, eine Wochenendreise schlägt mit mind. 50$ zu Buche. Tendenz steigend. Die Zimmer werden meist für 250-350$ vermietet.
    Lebensmittelpreise im Supermarkt entsprechen denen in Deutschland oder sind im Falle von importierten Produkten sogar teurer. Obst und Gemüse bekommt man sehr billig auf Wochenmärkten, dort verkaufen die Bauern direkt ohne Zwischenhänder. Samstag Vormittag beispielsweise gibt es einen solchen Markt in der Nähe des Colegio Humboldt in Pavas.


  9. Mitbringsel

    Da die Schokolade sehr teuer ist, sind Schokolade, Marzipan, Pralinen, Gummibärchen etc. stets gute Geschenke für Gastfamilie, Büroleitung und neue Freunde und Bekanntschaften, außerdem Spezialitäten aus der eigenen Region sowie Duschgel und Kosmetika (z.B. vom Bodyshop). Gerade die jungen Studenten, mit denen man im Goethe in Kontakt kommt, interessieren sich sehr für deutsche Musik (CDs, mp3).

    Mitbringsl von hier nach Deutschland bekommt man in vielen Touristenshops im ganzen Land (Orringe, Tücher, Holzarbeiten, bemalte Federn, Armbänder ... ). Je nach Ort und Touristen-Fluktuation variieren die Preise sehr stark. Am billigsten sind diese Dinge auf dem Mercado Artesanal, einem Künstlermarkt in San José Zentrum (Placa de la Democracia) wo man auch sehr gut mit den Künstlern direkt in Kontakt kommt und wenn man freundlich fragt Einzelstücke nach eigenen Vorstellungen bestellen kann.

 

2. Vor Ort

  1. Am Flughafen, Taxis und Busse, Sicherheit

    Um vom Flughafen in Alajuela nach San José Zentrum zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten, sofern man nicht abgeholt wird. Die eine Möglichkeit ist das Taxi. Die Taxen am Flughafen sind orange, die Preise liegen je nach Ziel bei etwa 30$. Alle Taxen haben ein Taxometer (maría), man kann seit Juli 2011 außer in Bar (Colónes/Dollar) auch mit Kreditkarte zahlen.
    Die andere Möglichkeit sind die öffentlichen Busse von Alajuela nach San José. Eine Fahrt kostet 450 Colónes (Juli 2011). Die Haltestelle ist direkt an der Hauptstraße, wenn man aus dem Haupteingang des Flughafens kommt die Treppe rauf quer über den Parkplatz. Da man nur mit Colónes und nicht mit Dollar zahlen kann, muss man gegebenenfalls vorher Geld wechseln; das ist im Flughafen möglich. Endhaltestelle der Alajuela-Busse ist in San José Zentrum bei La Merced, von dort kann man ein Taxi nehmen.
    Was die Adresse der Gastfamilie/WG betrifft, so erkundigt Euch vorher nach einem markanten Anhaltspunkt, um ihr Haus zu finden, da die Häuser hier nicht überall nummeriert sind und auch die Straßen meist keinen Namen tragen. Adressen lauten in Costa Rico zum Beispiel: „Desde el antiguo AID una cuadra este, cien metros sur y 25 metros este, casa color melón con portones negros“. Dabei muss man wissen, dass „cien metros“ ein Strassenblock sind, egal wie lang dieser tatsächlich ist. Mit Stadtplänen können die meisten Ticos nichts anfangen, am besten ist es, sich Stück für Stück freundlich bis zum Ziel durch zu fragen, genauso wie das die Ticos auch tun. Man sollte sich dabei der Tatsache bewusst sein, dass der Höflichkeit halber immer eine Auskunft gegeben wird, die deswegen aber nicht unbedingt richtig sein muss. In den allermeisten Fällen kann man sich jedoch zumindest auf die grobe Richtung verlassen.
    Die Taxen in San José sind rot mit einem gelben Dreieck an der Vordertür. Beim Taxifahren sollte man immer darauf achten, dass die maría (Taxometer) eingeschaltet wird. Derzeit beginnt eine Fahrt bei 550 Colones für den ersten Kilometer (Juli 2011). Neben den Taxis gibt es ein dichtes und günstiges Busnetz, das am Anfang ziemlich undurchschaubar erscheint, was die Haltestellen und Strecken betrifft. Die Endstation/Linie, einige wichtige Punkte, die passiert werden, sowie der Fahrpreis stehen im Fenster, man zahlt beim Einsteigen beim Fahrer und bleibt sitzen so lange man will. Die Stadtbusse haben keine einsehbaren Abfahrtszeiten oder Pläne, man wartet einfach, bis der Richtige kommt. Unten angefügt findet ihr einen Stadtplan mit den wichtigsten Linien für Praktikanten des CG.
    Die Busterminals für Überlandfahrten sind ziemlich willkürlich in der Stadt verteilt und wandern auch manchmal, da die einzelnen Ziele von verschiedenen, selbstständigen Busgesellschaften angefahren werden. Genauso individuell wie die Abfahrtsorte sind auch die Lösungen für die Tickets, manchmal bekommt man diese an einem Schalter im Busterminal, manchmal erst beim Fahrer kurz vor der Abfahrt. Bei beliebten Ausflugszielen und in der Hochsaison oder an verlängerten Wochenenden in Richtung der Nachbarländer sollte man die Fahrkarten mindestens einen Tag vorher kaufen, sofern das möglich ist. Beim Kauf von Tickets nach Nicaragua und Panama muss man seinen Pass vorlegen. Überlandbusse haben feste Abfahrtszeiten, die normalerweise sehr genau eingehalten werden. Man sollte sich allerdings mehrmals an verschiedenen Stellen nach den Zeiten erkundigen, da die Informationen in Reiseführern in der Regel veraltet sind. Insgesamt ist das Bussystem sehr gut und beeindruckend billig, man kann also gut damit planen.

    Tipps zum Thema Sicherheit in Costa Rica sind schwer zu geben, weil das Thema sehr individuell ist. Am besten trifft es wohl zu, wenn man sagt: „Für den aufmerksamen Reisenden ist Costa Rica ein sicheres Land“. Angst braucht man also auf keinen Fall zu haben, man sollte aber immer ein waches Auge auf seine Dinge haben und mitdenken, wenn man etwas tut. Es empfielt sich, immer nur das mitzunehmen was man braucht, Bargeld nur in kleinen Mengen in den Hosentaschen und den Rest in einer eingenähten Tasche unter der Hose oder für die Mädls im BH unterbringen, ebenso wie Ausweis und Kreditkarte. Je weniger blinkenden Schmuck man trägt, desto unauffälliger ist man. Es kann auch hilfreich sein, anstatt des Reisepasses den Personalausweis mitzunehmen, etwa wenn man abends weggeht. Umhängetaschen sind Tagesrucksäcken in der Stadt vorzuziehen, da man sonst als Tourist auffällt. Ticas sind auch oft ganz ohne Tasche unterwegs, sie tragen ihren Stapel Bücher für die Uni lose unter den Arm geklemmt. Einige Viertel in San José sollte man nachts meiden, welche das sind kann man eigentlich jeden fragen, der schon ein bisschen länger in San José wohnt. Generell ist es dort am sichersten, wo viele Menschen unterwegs sind, auch die Polizeipräsenz ist beruhigend. Dass man nachts nicht alleine durch dunkle Parks läuft, sollte selbstverständlich sein... An großen Busterminals und an Grenzen sollte man sein Gepäck immer im Blick oder besser noch in der Hand haben und alle wichtigen Dokumente selbstverständlich immer am Körper unter der Kleidung tragen. Auf keinen Fall sollte man seine Taschen einem der freundlichen Menschen anvertrauen, die Tragen helfen wollen. Bei längeren Busfahrten, beispielsweise in Richtung Küste, das Handgepäck am besten auf den Schoß nehmen, keinesfalls die Gepäcknetze verwenden.
    Sollte man tatsächlich einmal überfallen werden ist es ratsam, ohne Widerstand das Gewünschte herauszugeben. Allzuviel dürfte es, wenn man ein bisschen mitgedacht und alle Handynummern irgendwo auf Papier geschrieben und nicht nur im Handy gespeichert hat, ja sowieso nicht sein was man verliert.

  2. Zeit, Wasser, Kommunikation

    Die Zeitverschiebung beträgt –7 Stunden zur mitteleuropäischen Winterzeit und –8 Stunden zur mitteleuropäischen Sommerzeit.

    Wasser kann man in San José und auch in den meisten anderen Regionen des Landes problemlos aus dem Wasserhahn trinken. In einigen wenigen Orten sollte man lieber auf gekauftes Wasser zurückgreifen oder es abkochen, beispielsweise in Guanacaste, wo es sehr trocken ist, oder im Urwald. Am besten ist es, im Hostel oder bei Freunden nachzufragen.

    Internationale Telefonkarten bekommt man in vielen Supermärkten. Telefonzellen gibt es überall. Seit 2010 ist es außerdem sehr einfach, sich eine costaricanische Prepaid-SIM-Karte zu besorgen, allerdings kann es Gerüchten zufolge Kompatibilitätsprobleme mit manchen Handys geben (einfach ausprobieren, Handys sind hier im Zweifelsfall nicht teuer). Die SIM-Karten bekommt man ganz unkompliziert in jeder autorisierten Zweigstelle des ICE (Istituto Costarricense de Electricidad, teilweise auch im Supermarkt), sie kostet nichts. Pass mitbringen. Deutsche SIM-Karten müssten ebenfalls problemlos funktionieren, das telefonieren mit einer costaricanischen Karte ist aber deutlich billiger. Da Ticos aus jedem erdenklichen Grund gern und viel SMS schreiben, lohnt sich die Investition auf jeden Fall, die Teilnahme am sozialen Leben ist so deutlich einfacher.
    Im Büro steht eine Internetverbindung zur Verfügung, in den meisten Hostels gibt es einen kostenlosen W-Lan-Zugang. Es ist also sehr einfach, z.B. über Skype nach Europa zu telefonieren.
    Wichtig zu wissen ist, dass im Mai 2008 allen costaricanischen Festnetznummern
    eine „2“ vorangestellt wurde und allen Handynummern eine „8“. Das heißt, die Telefonnummern in Costa Rica sind nun alle 8-stellig. Sieht man irgendwo eine 7-stellige Nummer, weiß man, dass es sich hier um eine veraltete Nummer handelt und muss ihr eine 2 oder eine 8 voranstellen (was manchmal nicht ganz einfach ist, weil nicht immer klar ist, ob es sich um eine Festnetz- oder Handynummer handelt).

    Ein Standardbrief nach Deutschland kostet 395 Colones, Postkarten 340 Colones (Stand Juli 2011). Im Dezember kommt auf alles noch ein Zuschlag drauf, der sich „estampilla navideñia“ nennt. Briefe nach Deutschland brauchen mindestens eine Woche. Post sollte man sich am besten an das Postfach des Goethe-Zentrums schicken lassen, es sei denn, die Gastfamilie hat auch ein Postfach.

  3. Das Goethe Center

    Aktuelle Informationen über das Goethe Center findet man unter www.centrogoethe.com. Das Goethe Center ging 1999 aus dem Goethe-Institut hervor, dessen Kulturarbeit eingespart wurde. Jetzt bietet es primär Sprachkurse an. Unterrichtet wird in zwei Sitzen: Der deutschen Humboldtschule in Pavas und in der Universidad Bíblica in San Pedro/Cedros.
    In San Pedro sitzt Ursula de Hurtado, die Directora Academica, in Pavas teilt Ihr Euch das Büro mit Katia de Goeyen, der Directora Administrativa. Beide sind furchtbar nett und stehen Euch, genau wie alle anderen Lehrer/innen des Goethe, für alle möglichen Fragen zur Verfügung. Die Atmosphäre im Büro ist sehr entspannt und nett.
    Vor dem ersten Arbeitstag im GC erhaltet Ihr eine Email mit Uhrzeit und Details des ersten Tags. Gearbeitet werden 25 Stunden pro Woche, vor allem an administrativen Aufgaben wie der Kursanmeldung und der Pflege der verschiedenen Datenbanken (Schülerkartei, DVD- und Filmbestand). Außerdem steht es einem offen, kulturelle Projekte anzufangen: Sei es eine oder mehrere wöchentliche Konversationsgruppen, Filmabende, et cetera. Anregungen finden sich vor Ort im Praktikantenordner.

  4. Freizeitaktivitäten

    Wer zusätzlich zu seiner Spanischpraxis vor Ort Lust, Zeit und Geld hat, einen Spanisch-Sprachkurs zu belegen, der findet im Praktikanten-Ordner eine Liste mit Adressen von Sprachschulen in San José. In einer früheren Version dieser Tippsamlung wurde das Instituto Britanico empfohlen:
    „Ich habe beim Institúto Británico einen zweiwöchigen Intensivkurs (Einzelunterricht) belegt, mit dem ich sehr zufrieden war. Am Anfang gab es (wie immer) einen Einstufungstest (der mir sogar zugefaxt wurde), ich konnte selbst bestimmen, was ich gerne wiederholen und vertiefen wollte, die Grammatikübungen waren hervorragend, ich musste sehr viel sprechen und es war eine super nette Atmosphäre mit meiner Lehrerin. Dort konnte man sich auch mit Tee, Kaffee und Keksen bedienen, soviel man wollte. Ich konnte sogar die Uhrzeit für meinen Kurs vorher selbst bestimmen.
    Die Chefin heisst Gabriela García, der Hauptsitz ist in Los Yoses (Richtung San Pedro; dort musste ich allerdings nie hin), Unterrichtsräume gibt es auch im Centro Colón (auf dem Paseo Colón, gleich neben dem Parque La Sabana), also mit dem Bus 15 min. Vom GC entfernt, die Telefonnummer des Büros lautet 2225-0256, ext. 112. Praktikanten des GC bezahlen den (Sonder-)Preis von 13$/Stunde, das Material ist inklusive. Empfehlen kann ich es aber sehr. Meine Lehrerin heißt Yamileth Solís und war sehr nett und gut.“
    Außerdem besteht die Möglichkeit, sich spanische und deutsche Bücher aus der Schulbibliothek der Humboldtschule auszuleihen. Die Bibliothekarin heisst Birgit Maedler.
    Empfehlenswert und günstig sind die Tanzkurse in der Tanzschule Merecumbe neben der amerikanischen Botschaft. Hier lernt man jede Menge Ticos kennen und hat einen Heidenspaß bei Salsa, Merengue und Cumbia. Aber allein schon durch das Leben in der WG oder einer Familie lernt man genügend Leute kennen, mit denen man viel unternehmen kann und eben auch ausreichend Spanisch spricht. Wenn man bereits gute Spanisch-Kenntnisse besitzt, ist es ratsam lieber in Ausflüge zu investieren als in einen Sprachkurs. Costa Rica ist wohl eines der schönsten und landschaftlich gesehen abwechslungsreichsten Länder der Welt!

    Und schließlich bleibt nur noch zu sagen:

    Plant genügend Zeit für Reisen ein, passt gut auf Euch auf und genießt Euren Aufenthalt im Land der Ticos/Ticas!

 

PURA VIDA!
Stand:  16. August 2011
(letzte Bearbeitung:  Wiltrud Sanden)

 

 
 
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