Begonnen von Valerie Bässler (Praktikum im GC von 1. März bis 30. Juni 04). Diese Liste kann von jedem Praktikanten/jeder Praktikantin nach Belieben ergänzt und aktualisiert werden. Die Idee ist, diese „Tipp-Sammlung“ vor Beginn des Aufenthaltes bzw. Praktikums in Costa Rica an die jeweiligen PraktikantInnen per E-mail zu schicken…
Reisevorbereitungen
Am besten beim Hausarzt fragen oder in den Tropeninstituten anrufen, um die aktuellsten Impfvorschriften oder –Empfehlungen zu erhalten. Und das ruhig einige Monate vor Abflug! Für Costa Rica besteht eigentlich keine Impfpflicht (Stand 2003/04), trotzdem habe ich Malaria-Tabletten für den Notfall mitgebracht und mich gegen Typhus und Tollwut impfen lassen (kann nicht schaden, war aber teuer). Die „üblichen“ Impfungen (Hepatitis A, Tetanus, etc.) müssen natürlich aktualisiert sein, Impfung gegen Hepatitis B sowie Typhus wird empfohlen.
- Fliegenschutz, Wasser und Reiseapotheke
Es lohnt sich nicht wirklich, Fliegenschutzmittel mitzubringen – das Getier hier lacht wahrscheinlich darüber! Es gibt hier „Off“ zu kaufen – Fliegenschutz in Sprühflaschen, sowohl für den Strand als auch für die Wälder, ist nicht teuer und hilft recht gut. In einigen (besseren) Unterkünften gibt es auch Moskitonetze, diese sind aber meist nie ganz dicht. Verstochen wurde ich oft, gemacht hat es (zum Glück) nie etwas!
Wasser kann man hier eigentlich im ganzen Land bedenkenlos aus dem Wasserhahn trinken (sonst steht dran „no potable“), also sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land – das spart Geld, und man muss z.B. bei Nationalparkwanderungen nicht soviel mitschleppen!
In die Reiseapotheke (die man am besten mitbringt) gehört das Übliche (es gibt gute Broschüren dazu in Apotheken oder Tropeninstituten!): Aspirin, fiebersenkende Medikamente, Desinfektions- oder Reinigungstücher, Pflaster, Binden, entzündungshemmende Mittel, Anti-Juck-Salbe (bei Fliegenstichen), etc. Unbedingt mitbringen sollte man auch eine Zeckenzange (da die hier absolut nicht zu bekommen ist!!!), da es in einigen Nationalparks (v.a. im Süden, zu jeder Jahreszeit) geradezu davon wimmelt!
Die Sonne brennt hier – gerade am Strand und auf Bergen – ziemlich stark herunter, vor allem, da man den Sonnenschutz meist in kürzester Zeit abschwitzt! Es gibt hier auch fast jede Art von Sonnencreme, -Milch, -Gel und in jeder Stärke. Am Anfang lieber mal einen höheren Schutz nehmen (so 15-20), manche (Einheimische) benutzen am Strand sogar Sunblocker! Die Sonnencreme (z.B. Nivea) ist hier etwas teurer, allerdings kann man kaum aus Deutschland genügend einfliegen!
Kleidung ist hier sehr günstig – wenn auch die Qualität des Materials eine etwas andere ist als in Deutschland. Eine Jacke, Pulli, Schirm, geschlossene Schuhe, Jeans gehören ins Gepäck – oder müssen hier gekauft werden! San José ist stets sehr windig, in der Regenzeit regnet es oft Stunden in Strömen.
Für die Wanderungen durch die Nationalparks oder in die Berge sind Turnschuhe Mindestvoraussetzung, besser sind knöchelhohe Bergstiefel (auch oder gerade wegen Schlangen!).
Meist nimmt man ja mehr Gepäck mit nach Hause, als man mitgebracht hat, was zumindest von den Taschen her kein Problem ist: in ganz Costa Rica kann man Taschen, Rucksäcke, Koffer, Handtaschen, etc. aller Art, Form, Farbe und Grösse (auch Marken wie EastPack) zu sehr sehr günstigen Preisen erstehen!
Man bekommt in Costa Rica problemlos Reiseführer (dann auf Spanisch oder Englisch), besonders empfehlenswert sind aber zwei, von denen es den ersten nur in Deutschland zu kaufen gibt:
Reise Know-How (von Detlev Kirst; auf Deutsch) – genial und stets gut aktualisiert! (22,50Eur, z.B. bei Amazon.de)
Lonely Planet (auf Englisch) (19.99$, bzw. Angebote bei Amazon.com)
Hier herrscht nicht nur „eitel Sonnenschein“: das Wetter von Costa Rica gliedert sich in zwei Phasen („Jahreszeiten“): in die Regenzeit, die von ca. Mai bis Dezember andauert („Winter“ in Costa Rica) und in den Sommer, der von Januar bis April geht. Regenzeit bedeutet stundenweise starke Niederschläge, zum Teil gefolgt von Sonnenschein (Niederschläge v.a. morgens und nachmittags). Dies kann gerade auf Reisen oder in Nationalparks ein Problem werden, wenn Strassen z.T. unpassierbar für die Busse werden (Erdrutsche) oder Flüsse nicht zu durchqueren sind wegen Hochwasser. Ideal ist das Reisen in der Trockenzeit. Dies sollte in der Reiseplanung hier unbedingt mit einbezogen werden. An der Karibik regnet es übrigens insgesamt gerne: wenn man Pech hat, ein ganzes Wochenende lang, ohne dass es dabei aber kalt ist.
Noch eine Bemerkung zur Feuchtigkeit hier (nicht nur in der Regenzeit!): man sollte seine Sachen während des Aufenthaltes in den Schrank hängen und nichts im Koffer lassen, da es sonst schimmeln kann (war bei mir nach vier Monaten bei einer Jacke der Fall!). Auch im Schrank sollten die Sachen luftig hängen…
Das Goethe Center verfügt über eine Liste mit Unterkünften bei Familien hier in San José. Künftige Praktikanten können sich (rechtzeitig) hier über deren Email-Adressen informieren, um dann (aktuelle) Preise, etc. mit den Familien abzuklären. Da sich das Büro des Goethe Centers (also der Arbeitsplatz des/der PraktikantIn) in Pavas befindet, ist es – verkehrstechnisch - nicht schlecht, auch hier wenn möglich in der Gegend zu wohnen.
Auf der Homepage der costaricanischen Botschaft steht, dass man offiziell nach 3monatigem Aufenthalt hier im Land zur „Oficina de migarción“ gehen muss, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Diese Prozedur dauert ewig, ist ein riesiger bürokratischer Aufwand, kostet Geld und ist völlig überflüssig, da man es (noch auf legalem Wege) auch anders bewerkstelligen kann: man reist einfach für 72 Stunden aus, bekommt die entsprechenden Aus- und Wiedereinreisestempel, zahlt die Grenzgebühren und gut ist es. Bei der Gelegenheit kann man für einige Tage nach Nicaragua und/oder Panama rüberschnupper – was man sich sowieso nicht entgehen lassen sollte! Bei den Stempeln unbedingt darauf achten, dass man beide hat: Stempel der Ausreise mit Datum und Stempel der Einreise mit Datum – sonst nachhaken!!!
Noch eine Bemerkung dazu: bei der (dann beglaubigten) Kopie des Reisepasses (s. Punkt 14 – Sicherheit) muss natürlich auch der Einreisestempel dabei sein! Hat man die drei Monate Aufenhalt in Costa Rica überschritten, sollte man sich unbedingt auch die Aus- und Wiedereinreisestempel (z.B. Nicaragua oder Panama) auf einer Kopie beglaubigen lassen! Auch bei Reisen innerhalb des Landes (v.a. in die Karibik) sind Passkontrollen sehr häufig, und fehlende Unterlagen oder Stempel werden vermerkt… Wird man nochmal mit demselben „Fehler“ erwischt, leiten sie diese Information an die Einwanderungsbehörde weiter!
Flug (Ein- und Ausreise Costa Rica)
Günstige Flüge findet man – gerade als Frühbucher – im Internet (z.B. www.traveloverland.de , www.flugboerse.de , www.waschbaer-reisen.de , www.jet-travel.de etc.). Die Einreise nach Costa Rica kostet nichts (Stand März 2004), Kontrollen (gerade wenn an über die USA fliegt) dauern ewig (unbedingt 3 Stunden vorher am Flughafen sein!!!), die Ausreise aus Costa Rica kostet ca. 26$ (Stand Mai 2004). Alles weitere (Gepäckstücke, Laptops, etc.) sollte man vorher mit seiner jeweiligen Fluggesellschaft abklären. Übrigens sind die Gepäckkontrolleure nicht gerade zimperlich: die Gepäckstücke werden alle gnadenlos durchwühlt, auch wenn man deshalb (fast) seinen (Anschluss-)flieger verpasst oder etwas dabei kaputtgeht…
Die einfachste Verkehrsverbindung vom Flughafen in die Stadt bzw. zu seiner Familie ist, sollte man von ihnen nicht abgeholt werden, ein Taxi (s. Punkt 15!) zu nehmen. Dies kostet (Stand Mai 2004) ca. 12$ ins Zentrum, gerade wenn man abends ankommt und der Verkehr sich etwas gelegt hat… Was die Adresse seiner Familie betrifft, so sollte man diese vorher nach einigen markanten Anhaltspunkten fragen, die man dann auch dem Taxifahrer sagen kann, ansonsten kommen diese auch mit den abstrusen Adressen hier klar (vgl. Punkt 14 Auskünfte)!
10. Mitbringsel
Da die Schokolade hier sehr teuer und auch nicht wirklich gut ist, ist Milka, Toblerone, Guylian, Lindt, Mozartkugeln, etc. stets ein gutes Geschenk für die Gastfamilie. Natürlich Spezialitäten aus der eigenen Region, sowie auch Duschgel (z.B. vom Bodyshop).
Filmrollen sind hier bedeutend teurer als in Deutschland, dasselbe gilt grundsätzlich für Film- und Photomaterial (also auch Speicherkarten für Digitalkameras, etc.). Auch ist die Qualität durch unzureichende Lagerung nicht immer gewährleistet! Also gut ausgerüstet anreisen! Das Entwickeln von Filmen ist ebenfalls um einiges teurer als in Deutschland, ausserdem lässt das Ergebnis oft sehr zu wünschen übrig! Es ist besser, seine Neugierde auf die Bilder etwas zu zügeln und die Filmrollen in Deutschland entwickeln zu lassen.
12. Stromstärke, Adapterstecker und Zeitverschiebung
Die Stromstärke hier in Costa Rica (Amerika allgemein) beträgt 110Volt. Laptops machen auch ohne Transformatoren keine Probleme, da sie für 110 – 220 Volt ausgestattet sind. Einen Fön leit man sich am besten hier von seiner Familie oder kauft einen Einfachen für einige Dollar. Akkus (z.B. von der Digikamera) oder Walkmen versorgt man am besten über einen Minitransformator (z.B. „Step-up Voltage Converter MW 1P045 FV (45W)“ von Saturn für ca. 12Euro). Batterien gibt es hier in jeder
Grösse und Marke zu sehr günstigen Preisen. Adapterstecker (z.t. Zweifach- z.T. Dreifachstecker mit flachen Nadeln) braucht man, kauft sie aber am besten hier in den „Ferreterias“, da sie hier echt billig und in jeder Grösse erhältlich sind.
Die Zeitverschiebung beträgt –7h zur MEZ (Winterzeit) und –8h zur MEZ (Sommerzeit).
13. Währung, Kreditkarte, Geld und Sicherheit, Ermässigungen
Die Währung in Costa Rica heisst „Colones“. Der Umrechnungsfaktor zur Zeit (Stand Mai 2004) ist ganz einfach: drei Nullen streichen und mal zwei nehmen :-) An den Bankautomaten kann man entweder Dollar oder Colones rauslassen. Mit Dollar zahlt man meist seiner Familie die Wohnungsmiete, kann oft Eintritte in die Nationalparks und Unterkünfte bezahlen, mit Colones natürlich alles. Die Dollar wechselt man dann in den Banken (man kann ja mal im Internet die aktuellen Wechselkurse vergleichen!) – immer Personalausweis oder Pass dabeihaben!!! Grundsätzlich sollte man darauf achten, kleine Scheine (am Besten nur 1000¢- und 2000¢-Scheine) bei sich zu haben. Auch Taxifahrer können manchmal schon auf 5000¢ nicht rausgeben! Entweder wechselt man 10.000¢-Scheine gleich in der Bank in kleinere oder zahlt damit im Supermarkt (auch wenn man manchmal etwas kritisch angeschaut wird!).
Wer Student ist – wer also ein Konto umsonst eröffnen darf –, dem empfehle ich, ein „Junges Konto“ bei der Deutschen Bank zu eröffnen. Sie bietet den Service, dass man weltweit an Geldautomaten verschiedener Partnerbanken (USA z.B. Bank of America, Costa Rica z.B. Scotiabank) umsonst (also ohne Abhebegebühren!!!) Geld abheben kann – das lohnt sich! Natürlich gibt es in San José weniger Bankautomaten der Scotiabank als z.B. der Banco de Costa Rica, aber man findet sie (z.B. am Plaza Mayor, in Multiplaza, an der Einkaufsstrasse von Escazú, am Ende des Paseo Colón am Eck). Eine Kreditkarte dabeizuhaben schadet nie, allerdings werden sie von den meisten Busunternehmen und einfachen Unterkünften nicht akzeptiert. Ansonsten kann man jedoch fast alles, also ohne Mindestbetrag, bezahlen, wie z.B. Kleidung, Essen in Schnellrestaurants, im Supermarkt, etc. Aktezptiert wird meist jede Art von Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), eine Garantie ist diese Aussage allerdings nicht!
Travelers Cheques kann man auch mitbringen, sie können eigentlich ohne weitere Probleme in jeder grösseren Bank in San José eingelöst werden (allerdings auch fast nur dort), aber ich hatte keine dabei, die Auskunft stammt von meiner Vorgängerin!
Auch praktisch auf Reisen ist die „Certificación“, die man vom Goethe Center ausgestellt bekommt. Damit wird man in einigen Nationalparks (leider nicht in allen!) als „Residente“ anerkannt und bekommt den stark ermässigten Einheimischen-Eintrittspreis. Manchmal ist die Bedingung aber auch der Perso (die „cédula“) – das ist dann eben Pech!
Auch toll ist der Internationale Studentenausweis (International Student Identity Card ISIC). Er kostet Eur9,20 im Zeitraum von September eines Jahres bis Dezember des Folgejahres und ist mit der aktuellen Immatrikulationsbescheinigung in vielen studentischen Reisebüros, Studentenwerken, etc. Genaue Infos dazu findet man unter www.isic.de . Dort steht auch, wofür und wo man damit Ermässigungen erwarten darf! Allerdings hat er mir hier weder bei Unterkünften, noch bei Busunternehmen, geschweige denn in Nationalparks etwas gebracht, in den Museen von San José aber schon ;-)
Es empfiehlt sich selbstverständlich, eine zusätzliche Versicherung für den Auslandsaufenthalt abzuschliessen! Da es sich um ein aussereurpäisches Ausland handelt, ist dies sogar notwendig, da die eigene Versicherung in Deutschland (maximal) Aufenthalte in Europa abdeckt, und bei Reisen gilt sie nur für die ersten 45 Tage! Es schadet aber nicht, sich nochmal bei seiner Versicherung zu erkundigen; sie bieten einem vielleicht auch gleich eine gute Langzeit-Auslandsversicherung: Bei den Angeboten muss man darauf achten, dass eine Reise-Rücktrittskosten-, Reiseabbruchs-, Reise-Kranken-, Notfall-, Reise-Unfall-, und Reisegepäck-Versicherung, sowie ganz besonders auch Krankenrücktransport, Krankenhausaufenthalt und Zahnarztbehand-lungen!
Ich habe mehrere Angebote verglichen (u.a. von ADAC, Allianz, AOK, IKK, Hanse Merkur), und eine Übersicht findet sich u.a. unter http://www.deutsche-versicherungen.info/alle.htm ): manche bieten diese Art Versicherung gar nicht, andere sind teurer als andere… Immer nochmals per Telefon abchecken!! Letztlich habe ich über das Reisebüro STA TRAVEL die Hanse Merkur Reiseversicherung AG gewählt. Dort ist der Preis (wie bei einigen) nach Monaten gestaffelt, die man im Ausland verbringt: je länger, desto günstiger im Verhältnis (bei mir waren es auch insges. 8 Monate und hat Eur200 oder Eur280 gekostet). Bei Sta Travel bekommt man (da bin ich mir jetzt aber nicht mehr ganz so sicher!) mit dem Internationalen Studentenausweis auch nochmal eine Ermässigung!
Vor Ort
15. Allgemeine Infos
Auskünfte
San José ist keine Riesenstadt (1 Mio mit Aussenbezirken), erscheint am Anfang aber etwas verwirrend. Man muss sich damit abfinden, dass die Strassen hier keine Namen haben, sondern durchnummeriert sind (Calles und Avenidas). Auch wenn man nach dem Weg fragt, sind die Antworten nicht immer sehr aufschlussreich („4 cuadras al norte y 2 cuadras al oeste“). Man gewöhnt sich aber daran! Auch kann es passieren, dass man von 5 Leuten 7 verschiedene Meinungen erhält :-)
Sicherheit
Man wird hier von allen Seiten auf die Gefahren der Grossstadt hingewiesen, die – realistisch betrachtet – so aber auch für europäische (Gross-)Städte gelten: nicht abends (es dämmert hier um 18h) durch einsame Strassen gehen, gewisse Stadtviertel auslassen (u.a. die „Zona roja“ – sagen einem auch die Taxifahrer; ausserdem gibts dort eh nichts zu sehen), nicht viel Geld mit sich herumtragen, ebensowenig Schmuck oder andere Wertsachen, und nur eine beglaubigte Kopie des Passes (auch für die Reisen innerhalb Costa Ricas!) mitnehmen – diese bekommt man hier ganz problemlos von der Deutschen Botschaft (die ganz in der Nähe des Goethe Centers liegt). Grundsätzlich gilt: aufmerksam aber nicht ängstlich sein. Das Reisen zu zweit (auch zwei Mädels) ist problemlos möglich, ich war auch oft alleine unterwegs auf Reisen oder abends ins Kino. Einen Bauchgürtel, der schön flach unter die Hose passt, ist empfehlenswert auf Reisen. Die meisten Unterkünfte (sogar einfache) haben eine „caja fuerte / de seguridad“ - einfach danach fragen.
Achtung! Die Taxifahrer in San Jose sind sehr profitorientiert. Wenn ihr zum Beispiel ein Hotel gebucht habt, erzaehlen sie euch schon mal, dass es ausgebucht, abgebrannt oder in einer schlechten Gegend ist. Sie lassen sich die wildesten Sachen einfallen, um euch zu einem Hotel zu bringen, wo sie Provision erhalten, die ihr dann in Form von einem unglaublichen Uebernachtungspreis bezahlt. {meist sind es 10 Dollar extra}Also: immer darauf bestehen, dass er euch an dorthin bringt, wo ihr es sagt.
Auch nehmen sich die Taxifahrer gerne Zeit, um den Fahrpreis zu erhoehen. Fragt ruhig nach, ob das der schnellste Weg ist oder sagt, dass ihr es eilig habt. Nehmt die Taxis also am Besten nur, wenn es nicht anders geht. Das Bussystem in San Jose ist nicht sehr schwer und die Busse fahren regelmaessig.
Kinos
Sie sind hier auch supergünstig: 1200 ¢ pro Person oder mittwochs, am „Kinotag“, „dos por uno“, d.h. 1200 ¢ für zwei Personen ;-) Dann sind die Kinos aber auch meist voll! Die meisten Filme (aus den USA) laufen hier auf Englisch, mit spanischem Untertitel.
Post
Die Post („Correos de Costa Rica“) ist hier so eine Sache. Briefe (130¢) und Postkarten (115¢) nach Deutschland sind zwar sehr billig, aber auch oft 3-4 Wochen unterwegs! Ebenso dauert es ein wenig (also 3-4 Wochen), bis Post aus Deutschland hier ankommt! Wichtige Unterlagen am Besten ans Goethe Center faxen lassen, Päckchen nur wenn nötig verschicken. Meine Sachen sind – früher oder später – aber immer angekommen!
Telefonieren
Internationale Telefonkarten bekommt man überall (z.B. im Supermarkt) und in verschiedenen Grössen. Die kleinste kostet 3000¢. Aus Deutschland kann man mit www.billiger-telefonieren.de für ca. 5,3Cent/Min. (Stand Mai 04) angerufen werden. Die Landesvorwahl von Costa Rica ist übrigens die 00506.
Will man innerhalb des Landes telefonieren, findet man überall (auch in ländlichen Gegenden) Telefonzellen. Dort kann man entweder mit Karte telefonieren (zum Einschieben), mit der Internationalen Telefonkarte und der Nummer oder mit Münzen. Die Telefonnummern innerhalb Costa Ricas bestehen aus 7 Ziffern, die Nummer des Goethe-Centers z.B. ist die 290-0958.
16. Busse / Taxis
Das Busnetz ist recht dicht und sehr billig (in der Innenstadt pro Strecke und Bus 100-160 ¢), allerdings etwas undurchschaubar am Anfang, was die Haltestellen und Strecken betrifft. Es gibt Pläne (im Touristbüro; am Plaza de la Cultura, unten in den Museen), und mit der Zeit weiss man, wo bzw. wie man was findet – nicht entmutigen lassen :-)
Es schadet nicht, sich gleich zu Beginn seines Aufenthaltes mal mit einem Stadtplan und Bus(bahnhofs)plänen einzudecken, ruhig zusätzlich zum Reiseführer, sodass man sich mit dem dicken Buch nicht gleich als Tourist outet ;-) Wichtig sind besonders die Busbahnhofspläne für die Überlandbusse, die im Übrigen auch sehr günstig sind! So fahren die Busse in der Karibik an einer anderen Stelle in San José ab, als z.B. die Busse in die „Zona Sur“.
Noch ein (interessantes) Detail zu den Stadtbussen: immer Kleingeld parat haben (der Preis steht außen dran), bezahlen und an der Tür stehen bleiben… Hinter dem Fahrer ist eine Schranke („No pararse aquí“), die wohl die Einsteigenden zählt. Es passiert einem am Anfang bestimmt mal, dass man sich falsch verhält, sprich falsch stehen bleibt – nicht wundern und entschuldigend lächeln! Nach dem Bezahlen und Rausgeld nehmen sofort durchlaufen… Um anzuhalten, muss man die „Parada“ fordern: entweder auf den roten Knopf drücken (wie bei uns), an der Schnur überhalb der Fenstern ziehen (einfach die Mitfahrenden beobachten!) oder im „Notfall“ „Parada“ rufen. Die Busse fahren im ca. 5-Minutentakt, allerdings nur bis ca. 22h30 abends. Danach nimmt man ein Taxi, die hier auch spottbillig sind (max. bei viel Verkehr 2000¢!) Dabei ist darauf zu achten, dass man nur die roten Taxis nimmt, die oben das gelbe Taxischild haben, an der Seite eine Nummer und ausserdem über ein Taxometer verfügen („María“ hier genannt), das – darauf sollte man achten – eingeschaltet sein muss! Das andere sind „Piratentaxis“, die unverschämte Preise fordern und einen wohl nicht immer ans gewünschte Ziel bringen! Die Preise gehen also nach Fahrtdauer, d.h. wenn man ins Kino abends fährt, kann man schon mal in Stau geraten, zurück (gegen 23h) ist dann allerdings wieder kaum mehr etwas los auf den Strassen…
Achtung! Die Taxifahrer in San Jose sind sehr profitorientiert. Wenn ihr zum Beispiel ein Hotel gebucht habt, erzaehlen sie euch schon mal, dass es ausgebucht, abgebrannt oder in einer schlechten Gegend ist. Sie lassen sich die wildesten Sachen einfallen, um euch zu einem Hotel zu bringen, wo sie Provision erhalten, die ihr dann in Form von einem unglaublichen Uebernachtungspreis bezahlt. {meist sind es 10 Dollar extra}Also: immer darauf bestehen, dass er euch an dorthin bringt, wo ihr es sagt.
Auch nehmen sich die Taxifahrer gerne Zeit, um den Fahrpreis zu erhoehen. Fragt ruhig nach, ob das der schnellste Weg ist oder sagt, dass ihr es eilig habt. Nehmt die Taxis also am Besten nur, wenn es nicht anders geht.
17. Reisen außer Landes
Reisen (mind. 4 Tage einplanen) außer Landes, z.B. nach Nicaragua oder Panama, sind möglich und eigentlich nicht gefährlicher als Reisen innerhalb Costa Ricas (so habe ich es jedenfalls erlebt!). Das Busnetz nach und innerhalb der Nachbarländer ist ebenfalls sehr gut ausgebaut, Nicaragua ist etwas günstiger, Panama etwas teurer als Costa Rica, landschaftlich kann man zum Teil schon interessante Unterschiede feststellen und auch sprachlich hört man andere Wörter und Wendungen heraus – spannend also!!!
Reiseinfos (s. Punkt 18) finden sich in der Box, Reiseführer kann man problemlos in der Schulbibliothek (z.B. Lonely Planet „Central America“, ist allerdings nicht die neueste Auflage!!) ausleihen, da die Infos zu diesen Reisen in „Reise Know-How“ doch zu knapp gehalten sind! Schwierig wird es nur, wenn man sich in Costa Rica einen Reiseführer zu Nicaragua (und umgekehrt übrigens auch) kaufen will – den gibt‘s nicht! (Leider ein Indiz mehr dafür, dass sich die beiden Länder nicht gerade lieben…).
Der Grenzübertritt nach Nicaragua ist (dementsprechend) ziemlich langwierig und kostet 10$ (und zurück natürlich wieder – Stand April 2004). Fährt man mit einem transnationalen Bus (z.B. NicaLine, TransNica, etc.), erledigt alles der Busassistent, was aber bei einem vollen Bus dauern kann. Viel schneller geht ein Grenzübergang (haben wir auf dem Rückweg so gemacht), wenn man einen Landesbus bis zur jeweiligen Grenze nimmt, drüber läuft, am entspr. Häuschen den Pass zeigt, Formular ausfüllt, Stempel erhält und den Bus auf der anderen Seite der Grenze weiter nimmt!!
Panama ging (zumindest bei uns) ganz problemlos und hat noch nicht einmal etwas gekostet (Stand April 2004)! Leider sind „Zöllner“ aber sehr launisch, und man kann durchaus mit Passkontrollen und Gepäckkontrollen geradezu schikaniert werden!!! Zeit, Ruhe (und notfalls Geld für einen anderen Bus oder eine weitere Übernachtung) einplanen!!!
Unbedingt eine Kopie des Flugtickets (mit Ausreisedatum) dabeihaben. Danach wird man an der Grenze meist gefragt, auch wenn ihnen dann ein „Klar, hab ich dabei!“ reicht (!).
Die Währung von Nicaragua heisst übrigens Cordoba, die von Panama Balboa. In Nicaragua zahlt man mit der Landeswährung und wechselt dort am besten nach Grenzübertritt Dollar in Cordoba (nicht bei den „fliegenden Händlern“, die einen am Bus belagern – schlechter Kurs!), Unterkünfte kann man natürlich auch in Dollar bezahlen. 10 Cordoba entsprechen 0,50Euro (Stand April 2004). In Panama zahlt man alles in Dollar, also gleich genügend Dollar einführen! Man bekommt Dollar-Scheine zurück, nur die Münzen sind in der Landeswährung (1 Dollar entspricht 1 Balboa).
18. Reisetipps von PraktikantInnen für PraktikantInnen
Mein Vorschlag ist es, in einer Box, die im Goethe Center bleibt, Adressen, Tipps und Reiseerfahrungen zu sammeln, anhand derer sich neue PraktikantInnen dann zusätzlich zum Reiseführer – quasi „aus erster Hand“ – informieren können. So kann jeder unterwegs auf Reisen Visitenkärtchen der Unterkünfte oder Restaurants, Fahrpläne von Bussen oder Schiffen, Faltplänchen von Nationalparks, Museen, etc. sammeln und in dieser Box zur Ansicht bzw. zum Kopieren deponieren.
19. Das Goethe Center
Die aktuellsten Infos findet man unter www.centrogoethecr.com , z.B. was die Kurse, Einschreibewochen, Preise, Öffnungszeiten des Büros, etc. betrefft. Ausserdem findet man dort auch Links zu anderen (deutschen) Institutionen wie der Deutschen Botschaft, dem DAAD, der Deutschen Handelskammer, dem Colegio Humboldt, etc.
Die Adresse vom Goethe Center (offizieller Name: Institución Cultural Germano-costarricense) lautet:
Centro Goethe
Apartado 3749
1000 San José, Costa Rica.
Tel.: (506) 290-0958 oder 232-1455, ext. 205
Fax: (506) 296-9261
Email: gisnjose@racsa.co.cr
(Wegbeschreibung: 75 metros al norte de la iglesia de Loreto, Pavas)
Hier die wichtigsten Punkte zum Goethe Center:
Man mag sich vielleicht wundern, warum es denn hier nicht „Goethe Institut“ heisst. 1998 wurde aus dem Goethe Institut aus notwendigen Sparmaßnahmen das Goethe Center… Der Deutschunterricht ging wie bisher weiter, nur das Gebäude musste aufgegeben werden und auch die Kulturarbeit ist, aufgrund weniger Personal, etwas weniger geworden… Gerade letzteres wird aber gerade in letzter Zeit wieder verstärkt betrieben, z.B. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft, und auch wir Praktikanten können unseren Teil dazu beitragen!
Das Büro ist (s. Adresse oben) in Pavas, in einem Raum in der deutsch-costaricanischen Schule, dem Colegio Humboldt. Zum Teil arbeitet das Goethe Center auch mit dem CH zusammen, z.B. was Filmabende betrifft.
Wir haben auch die Möglichkeit, Bücher in der Schulbibliothek auszuleihen. Dort gibt es viel spanische (und natürlich auch deutsche) Literatur. Die Bibliothekarin heisst Birgit.
Unterrichtet wird vom Goethe Center sowohl in Klassenzimmern des CH als auch in der Faculdad de Agronomía, Universidad de Costa Rica (UCR), die in San Pedro auf der anderen Stadtseite liegt.
Wenn man zum Hospitieren in die Kurse in der UCR geht oder Werbung für seine Kulturprojekte macht, nimmt entweder den UCR-Bus auf dem grossen Boulevard (gegenüber der Amerikanischen Botschaft), der direkt zum Unicampus (zu der Fakultät der Estudios generales) fährt und durchquert dann den Campus, d.h. man fragt sich einmal durch. Dieser Bus fährt stündlich ca. 20 nach voll ab (Stand Mai 2004). Man kann auch jeden Bus ins Zentrum (Mercado Coca-Cola) nehmen, dann durch die Fussgängerzone, an deren anderem Ende die San Pedro-Busse abfahren, die ebenfalls zu den Generales fahren.
Eine Kleiderordnung besteht hier überhaupt nicht! T-Shirt, Roch, Jeans, Pulli, Top – auf was man Lust hat :-) Die Atmosphäre im Büro ist sowieso unheimlich angenehm, entspannt, nett und herzlich!!! Die “directora administrativa” heisst Katja de Goyen, die “directora académica” heisst Ursula de Hurtado, sowie sechs LehrerInnen und Silvia, die Tutorin in unserem Computerraum.
Was den ersten Arbeitstag im GC betrifft, so bekommt man vorher eine Email mit Uhrzeit, an der man kommen soll, zugesandt.
Über alles weitere wird man dann ausführlichst informiert, man erhält seine Praktikumsaufgaben, und überhaupt werden einem jederzeit sämtliche Fragen beantwortet, alle sind äussert nett und hilfsbereit!
Infos, Projektbeschreibungen sowie Praktikumsberichte befinden sich im “Praktikanten-Ordner”. Auch dieser kann – gerade am Anfang – zur Orientierung sehr hilfreich sein!
20. Spanisch-Sprachkurse
Wer zusätzlich zu seiner Spanischpraxis vor Ort nochmal Lust, Zeit und Geld hat, einen Spanisch-Sprachkurs zu belegen, der findet ebenfalls im Paktikanten-Ordner eine Liste mit Adressen von Sprachschulen hier in San José.
Ich habe beim Institúto Británico einen zweiwöchigen Intensivkurs (Einzelunterricht) belegt, mit dem ich sehr zufrieden war. Am Anfang gab es (wie immer) einen Einstufungstest (der mir sogar zugefaxt wurde), ich konnte selbst bestimmen, was ich gerne wiederholen und vertiefen wollte, die Grammatikübungen waren hervorragend, ich musste sehr viel sprechen und es war eine super nette Atmosphäre mit meiner Lehrerin. Dort konnte man sich auch mit Tee, Kaffee und Keksen bedienen, soviel man wollte. Ich konnte sogar die Uhrzeit für meinen Kurs vorher selbst bestimmen.
Die Chefin heisst Gabriela García, der Hauptsitz ist in Los Yoses (Richtung San Pedro; dort musste ich allerdings nie hin), Unterrichtsräume gibt es auch im Centro Colón (auf dem Paseo Colón, gleich neben dem Parque La Sabana), also mit dem Bus 15min vom GC entfernt, die Telefonnummer des Büros lautet 225-0256, ext. 112. Praktikanten des GC bezahlen den (Sonder-)Preis von 13$/Stunde, das Mateial ist inklusive. Empfehlen kann ich es aber sehr!!! Meine Lehrerin (eine Costaricanerin) hiess übrigens Yamileth Solís und war sehr nett und gut :-)
Noch ein Wort zur Sprache hier allgemein:
Die meisten von uns werden Spanisch in Spanien oder zumindest das Spanische Spaniens gelernt haben.
Nicht sonderlich beliebt ihr in Lateinamerika ist das gelisbelte „t“ – darüber machen sie sich hier eher lustig! Am Anfang muss man auch einige neue Wörter lernen (die auch innerhalb Lateinamerikas variieren), aber da kommt man bald rein: „Gesundheit“ heisst „salud“ und nicht „Jesús“, „vale“ heisst hier „ok“, „encantado/a“ heisst „con (mucho) gusto“, ein Handtuch ist ein „paño“ und kein „toalla“ (das sind hier Damenbinden), „tú“ heisst hier (zumeist) „vos“, etc.
Nicht verwirrt sollte man reagieren, wenn ein Busfahrer oder eine Verkäuferin „Sí, mi amor!“ sagt – das ist keine Liebesbekundung ;-))
Es kann ganz spannend sein, ein Wörterbuch mit Lateinamerikanismen zu kaufen, ist aber zur Verständigung nicht nötig!
„Pura vida“
Eine gute Anreise, viel Spass im Goethe, gelungene Reisen und insgesamt einfach eine super Zeit!!! Valerie *aktualisiert Christiane April 06* |